Drucken von Ahnen- und Nachfahrentafeln
GENProfi-Stammbaum bietet die Möglichkeit, die auf dem Bildschirm angezeigten Nachfahren- oder Ahnentafeln auszudrucken. Da diese sehr groß werden können und beim Ausdruck auf eine einzelne Seite kaum lesbar wären, lassen sie sich zudem auf mehrere Seiten verteilen ("kacheln") und anschließend zu einem großen Blatt zusammenkleben.
Gehen Sie folgendermaßen vor, um Ihre graphischen Tafeln zu drucken:
- Wechseln sie in die graphische Ansicht und konfigurieren Sie das Erscheinungsbild des Stammbaums nach Ihren Wünschen.
- Wählen Sie den Menüpunkt Datei|Drucken. Daraufhin öffnet sich der Druckausgabe in Kacheln-Dialog, in dem Sie die wichtigsten Druckparameter (Seitenzahl, Schriftgröße, usw.) einstellen können. Bestätigen Sie diesen Dialog mit OK.
- Der folgende Dialog Mehrseitiger Ausdruck erlaubt Ihnen die Auswahl der Druckmethode.
Über die Notwendigkeit unterschiedlicher Druckmethoden und deren Unterschiede lesen Sie bitte in den folgenden Abschnitten. Es stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Wählen Sie die gewünschte Methode aus und bestätigen Sie mit OK. Ihr Stammbaum wird nun gedruckt.
Die einfachste und schnellste Möglichkeit, den Stammbaum auszudrucken, besteht darin, den Ausdruck über die Schnittstelle des Betriebssystems durchzuführen. Leider limitieren Windows95 und Windows98 jedoch die maximale Druckgröße auf ca. 1,38 ×1,38 m2. Der Versuch, größere Bäume zu drucken, kann dazu führen, daß Linien fälschlicherweise quer über den Stammbaum eingezeichnet werden. Dieser Effekt wird hier erklärt.
Wenn Sie sicher sind, daß Ihr Baum nicht größer ist, sollten Sie dennoch diesen Druckmodus wählen, da dieser die schnellsten Resultate liefert. Sollte Ihr Stammbaum größer sein, oder Sie wollen auf "Nummer Sicher" gehen, führen Sie den Ausdruck über Ghostscript
durch.
Dieser Druckmodus garantiert, daß Sie "beliebig" goße (getestet wurden Ausdrucke bis 7m Breite) graphische Tafeln ausdrucken können, jedoch kann der Druck ggf. sehr lange (Stunden!) dauern und Sie benötigen dafür das Zusatzprogramm
GhostView mindestens in der Version 5.50, welches Sie sich kostenlos aus dem Internet laden können.
GENProfi-Stammbaum geht davon aus, daß Sie
GhostView installiert und mindestens einmal gestartet -und damit konfiguriert- haben. Anschließend brauchen Sie sich nicht mehr um die Einzelheiten der Bedienung des Programms zu kümmern.
Der Grundgedanke besteht darin, beim Druck das Windows Betriebssystem komplett zu umgehen und damit auch dessen 16bit Beschränkung zu verlieren. Dazu wird die graphische Ansicht des Stammbaums in ein systemunabhängiges Druckerformat, PostScript, umgewandelt. Prinzipiell liegt damit sämtliche Information vor, um einen Ausdruck zu beginnen. Leider "verstehen" die meisten Drucker die PostScript Sprache jedoch nicht direkt und benötigen dazu ein "Übersetzerprogramm". Diese Rolle übernimmt das Programm
GhostView, das in der Lage ist, PostScript in andere Formate umzuwandeln oder direkt an den Drucker zu senden. Für den eigentlichen Ausdruck haben Sie also folgende Optionen:
- über eine Postscript Datei an den Drucker:
GENProfi-Stammbaum erzeugt eine PostScript Datei, ruft unsichtbar für Sie
GhostScript auf und sendet die PostScript Datei so an den Drucker. Diese Methode stellt für Sie die einfachste Möglichkeit dar, den Ausdruck durchzuführen. Bitte stellen Sie sicher, daß sich auf Ihrer Systemplatte (meisten C:) genügend freier Speicher befindet, für den Ausdruck werden zwischen 20MB und 40MB temporärer Speicher (pro Seite) benötigt.
- in eine Postscript Datei exportieren:
GENProfi-Stammbaum erzeugt nur die PostScript Datei. Sie können diese anschließend selbst über
GhostView drucken oder direkt an den Drucker senden, falls Sie einen PostScript-fähigen Drucker besitzen.
- in eine PDF Datei exportieren:
GENProfi-Stammbaum erzeugt an Stelle der PostScript Datei eine PDF Datei, die Sie sich mit dem Adobe Acrobat Reader ansehen und ausdrucken können.
Unter Windows95 und Windows98 sind Zeichenoperationen grundsätzlich auf einen Wertebereich von 16bit (d.h. auf Koordinaten zwischen -32768 und +32767) begrenzt. Die Microsoft Dokumentation bemerkt dazu lediglich:
Graphics Device Interface (GDI)
Windows 95 uses a 16-bit world coordinate system and restricts x and y coordinates for text and graphics to the range ±32K. Windows NT uses a 32-bit world coordinate system and allows coordinates in the range ±2G. If you pass full 32-bit coordinates to text and graphics functions under Windows 95, the system truncates the upper 16 bits of the coordinates before carrying out the requested operation.
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und noch besser bei der Dokumentation des Befehls zum Zeichnen einer Ellipse (gilt auch für andere Grundformen)
Windows 95 and Windows 98:
The sum of the coordinates of the bounding rectangle cannot exceed 32,767. The sum of nLeftRect and nRightRect or nTopRect and nBottomRect parameters cannot exceed 32,767. |
Damit wird die tatsächlich nutzbare Zeichenfläche nochmals um die Hälfte auf 16384 Punkte reduziert.
Bei Bildschirmausgaben stellt diese Limitierung normalerweise kein Problem dar, da heutige Graphikkarten selten mehr als 2000 Punkte in einer der Koordinatenrichtungen verwalten. Für das
Stammbaumprogramm ist diese Limitierung beim Ausdruck von Stammbäumen jedoch ärgrlich, da diese weit mehr Punkte umfassen können, wenn sie auf mehrere Seiten ausgedruckt werden. An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, daß die Beschränkung durch das Betriebssystem und nicht durch das
Stammbaumprogramm verursacht wird (dieses kann durchgängig Koordinaten von ±2G verwalten).
Die Auswirkungen der 16bit Einschränkung zeigt folgende Graphik

Angenommen, zwischen den Punkten P1 und P2 soll eine Linie gezogen werden, P2 besitzt jedoch eine x-Koordinate, die größer als 32767 ist. Ohne eine Fehlermeldung schneidet Windows9x die oberen 16bit der Koordinate ab und zeichnet statt dessen eine Linie zwischen P'2 und P1, die quer über den bereits eingezeichneten Stammbaum verläuft. Da es sich bei der Funktion, die diesen Fehler verursacht, um eine Systemfunktion handelt, läßt sich der Effekt nicht vermeiden, sonder höchstens umgehen, wie diese bei der
Druckausgabe über Ghostscript beschrieben wird.
Durch diese Einschränkung wird der maximale Druckbereich bei Ausdruck über Windows auf ca. 416/dpi Meter in jeder Koordinatenrichtung beschränkt. Der Wert dpi gibt dabei die Auflösung des Druckers an, so beträgt z.B. die maximale Druckbreite bei 600 dpi ungefähr 69cm.
Copyright © 1999,
Carsten Leue